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Globales Sales und Margen Reporting aus mehreren ERP-Systemen mit Microsoft Fabric

Typische Ausgangslage:

Mehrere unterschiedliche ERP-Systeme auf der Welt verteilt, mit unterschiedlichen Kunden- und Artikelstämmen, historisch gewachsen, oft durch Übernahmen. Jede Einheit führt ihr eigenes Reporting und das Zusammenführen der lokalen Zahlen zu einer konsolidierten Sicht ist ein regelmässig aufwendiger manueller Prozess:

Zahlen einfordern, Währungen umrechnen, Intercompany-Positionen eliminieren, Produktgruppen aufeinander zuordnen (Mapping) und Spezialthemen berücksichtigen. Ist das Zahlenmaterial vorbereitet, werden die Berichte visuell aufbereitet. Diese sind dann statisch, das heisst das Beantworten von Detailfragen erfordert wiederum manuelle Aufbereitungsaufwände. Zeit, die man eigentlich in die Analyse und Entscheidungsfindung investieren möchte.

Die Lösung kurz erklärt:

Zuerst werden mit Fabric alle Quellsysteme technisch angebunden und die Rohdaten extrahiert (u.a. Vertriebsbelege und Stammdaten). Auf Basis dieser Rohdaten werden dann die relevanten Tabellen auswertungsfertig für das Power BI Modell geformt. Das heisst Harmonisierung der Tabellenstrukturen, Bereinigungen, Mappings und die Abbildung bestimmter Vorberechnungen (z.B. Währungsumrechnungen, einheitliche Identifikation von Intercompany-Transaktionen etc.).

Das Lakehouse ist dabei die moderne Variante des klassischen Data Warehouses und wird zum Dreh- und Angelpunkt für alle folgenden Auswertungen, insbesondere dem Power BI Semantikmodell.

Im Power BI Modell werden die Kennzahlen definiert wie Umsatz, Absatzmenge, vertikale und horizontale Margen usw. Diese Kennzahlen sind dann konzernweit vergleichbar — nach Land, Gesellschaft, Produktlinie und Kunde, in einer Währung und einer Logik. Und natürlich können wir jederzeit von einer aggregierten Konzernsicht in die länderspezifischen Details drillen.

Lösungsdesign in der Praxis

Die folgende Darstellung zeigt, wie eine länderübergreifende Reportinglösung mit Fabric abgebildet werden kann. Wichtig ist die Datenplattform in der Mitte, bestehend aus den zwei Lakehouses: Hier werden die Systeme zusammengeführt und die Datentabellen standardisiert. Darauf aufbauend können beliebig viele Modelle und Berichte erstellt werden.

Die Visualisierung ist interaktiv und kann an Ihre Ausgangslage angepasst werden (nur Desktop).

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Projektvorgehen

  1. 01

    Konzernkennzahlen und Zielarchitektur definieren

    Wir legen gemeinsam fest, welche Kennzahlen konzernweit gelten sollen und nach welchen Dimensionen diese ausgewertet werden sollen.

    Die Dimensionen dienen dabei als Brücken zwischen den Systemen: Produktlinien, Kundensegmente, Divisionen, Regionen oder Konzernkontenplan.

  2. 02

    Anbindung und Integration der Quellsysteme

    Wir binden die ERP-Systeme an — die einen über ein Gateway im eigenen Rechenzentrum, die anderen direkt über ihre Cloud-Schnittstelle. Grosse Datenmengen lesen wir inkrementell aus, also nur die Änderungen, sodass der Prozess performant bleibt.

  3. 03

    Aufbau der Datenplattform in Fabric

    Im Lakehouse bereiten wir die Daten stufenweise auf: Zuerst extrahieren wir die benötigten Rohdaten und aufbauend auf diesen generieren wir die auswertungsfertigen Dimensions- und Faktentabellen.

    Diesen Aufbau nennt man Medallion-Architektur; er gilt in der Praxis als führender Ansatz.

  4. 04

    Datenmodelle, Berichte und Betrieb

    Auf der aufbereiteten Stufe entsteht das Power BI Modell in welchem wir die Kennzahlen wie Umsatz, Menge oder Marge abbilden. Ist das Semantikmodell definiert, designen wir gemeinsam die Dashboards und Berichte, unter Berücksichtigung der jeweiligen Stakeholder und deren Anforderungen.

    Dann erfolgt das Einstellen der Berechtigungen und das Rollout des neuen Reportings. Der Prozess läuft fortan automatisiert und wird überwacht.

Power BI Demo

Die folgende Power BI Demo zeigt typische Kennzahlen wie Umsatz (Net Sales), Marge (Gross Margin) und Wachstum (YoY). Wie alle unsere Demos ist auch diese interaktiv, das heisst Sie können Filter verändern, drillen oder durch Seiten blättern.

Tipp zum Ausprobieren: Auf der Weltkarte ein Land anklicken und dann den Button unten betätigen — so sehen Sie den Weg vom Konzernbild in ein einzelnes Land.

Interessiert an einem konzernweiten Sales Reporting?

Kontaktieren Sie uns gerne und dann finden wir in einem unverbindlichen Erstgespräch gemeinsam heraus, wie das konkret aussehen kann bei Ihnen — ausgehend von den Systemen Ihrer Gesellschaften und der Art, wie das Konzernbild heute entsteht.

Kontakt aufnehmen
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FAQ

Wie viele ERP-Systeme können wir zusammenführen?

Technisch gibt es keine relevante Obergrenze. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Systeme, sondern ob es gemeinsame Strukturen gibt, über die sich die Daten verbinden lassen — Produktgruppen, Kundenstämme, ein Konzernkontenplan.

Welche ERP-Systeme kann man anbinden?

Alle Systeme, die eine Datenextraktion über eine Schnittstelle zulassen, was für die allermeisten Systeme der Fall ist.

Wird keine solche Extraktion zugelassen, findet man dennoch immer einen Weg mit einem regelmässigen Datenexport.

Was ist der Unterschied zwischen Power BI und Fabric?

Power BI ist Teil von Fabric. Mit Fabric kommen die Bausteine dazu, die man für eine Datenplattform braucht: Lakehouse, umfangreiche ETL-Ketten (Datenvorbereitung), Spark Notebooks, T-SQL-DWH und Real-Time-Daten — alles innerhalb des gewohnten Power BI Workspaces.

Fabric ist hier ausführlich beschrieben: Datenplattform Fabric

Brauchen wir zwingend Fabric, oder geht das auch mit Power BI allein?

Bei einem bis zwei Quellsystemen kann das noch funktionieren mit Power BI. Sobald es mehr wird und die Komplexität steigt oder die Datenmenge zunimmt, ist eine Datenplattform der weitaus stabilere Weg.

Wie wird die Währungsumrechnung abgebildet?

Als Teil der Datenaufbereitung, mit den Kursen und der Methodik, die Sie vorgeben — Stichtags-, Durchschnitts- oder Budgetkurs, je nach Kennzahl. Die Umrechnung passiert einmal an einer Stelle und gilt danach für jeden Bericht.

Können die Landesgesellschaften weiterhin in ihrer eigenen Sicht arbeiten?

Ja. Die harmonisierten Strukturen ersetzen die lokalen nicht, sie kommen daneben. Eine Gesellschaft kann also weiterhin nach ihrem eigenen Kontenplan auswerten, während der Konzern dieselben Zahlen in der Konzernstruktur sieht.

Wir haben viele Systeme. Müssen wir alle gleichzeitig integrieren?

Nein – im Gegenteil: Ein etappenweises (iteratives) Vorgehen empfiehlt sich. Das heisst wir starten mit bestimmten Systemen und erweitern die Lösung dann iterativ. U.a. genau deshalb ist eine Datenplattform mit Fabric so wertvoll.

Unser generelles Vorgehen beschreiben wir unter Vorgehen.

Ich mache mir Sorgen, dass unsere Datenqualität dafür nicht gut genug ist.

Diese Sorge besteht in jedem Datenprojekt und ist berechtigt, weil Datenqualität für praktisch alle Organisationen ein Painpoint ist.

Unsere Erfahrung über viele Branchen hinweg ist, dass mit einer Datenlösung die Qualitätsprobleme sehr viel sichtbarer und damit transparenter werden. Dies können wir auch konkret unterstützen mit einem Datenqualitätsdashboard. Als Folge davon beobachten wir immer wieder, dass die Qualität dann fortlaufend besser wird, weil man sich den Problemen nun konkret annimmt.

Wo liegen die Daten und wer kann darauf zugreifen?

Die Daten liegen in Ihrem eigenen Microsoft-Tenant, mit Speicherung in der Schweiz. Die Zugriffe steuern wir auf zwei Ebenen:

  • Wer kann einen Bericht überhaupt öffnen
  • Wer sieht welchen Teil der Daten im Bericht (sog. Row Level Security)